“Manga-Mittwoch” Ausgabe 5/13: Kaito Kid – Der Meisterdieb 1412

Manga-Mittwoch

IMG_1522Kaito Kid ist eines der frühen Werke Gosho Aoyamas. Der junge Meisterdieb wurde unter anderem durch seine Auftritte in „Detektiv Conan“ bekannt. In Deutschland wird der vierbändige Manga von EMA derzeit in einer neu aufgelegten „Treasured Edition“ für 7,50 € pro Band vertrieben. 2010 produzierte TMS Entertainment zudem eine 12-teilige Animeadaption. Doch ist Kaito Kid wirklich so besonders, wie man eventuell vermutet und lohnt daher der Kauf des Manga überhaupt?

Um das beantworten zu können, sollte man sich zunächst mit der Handlung und den Charakteren beschäftigen. Also worum geht es? Der Oberschüler Kaito Kuroba erfährt eines Tages durch einen Zufall von der zweiten Identität seines Vaters Toichi als Kaito Kid, denn er entdeckt einen versteckten Raum, in dem sich neben allerlei Diebesequipment auch ein weißer Anzug, ein weißes Cape und ein weißer Zylinder befinden – die Markenzeichen Kaito Kids. Der junge Kaito Kuroba ist überrascht und beschließt den Meisterdieb mit seiner Entdeckung zu konfrontieren. Dabei spielt ihm die Ankündigung Kids einen Edelstein zu stehlen in die Hände, denn nun weiß er, wo dieser zu finden ist. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem vermeintlich „echten“ Kid lediglich um den ehemaligen Assistenten Toichis handelt, Jii Kônosuke. Dieser hat durch seine Raubzüge als Kaito Kid, versucht die Mörder des vor acht Jahren verstorbenen Toichi Kuroba aus ihrem Versteck zu locken und zu stellen. Nachdem Kaito Kuroba dies erfährt, beschließt er das Erbe seines Vaters als Kaito Kid fortzusetzen uns so eines Tages dessen Mörder zu finden. So beginnt die kriminelle Karriere des jungen Meisterdiebs.

© EGMONT MANGA & ANIME
© EGMONT MANGA & ANIME

Bei seinen nächtlichen Raubzügen muss der schlaue und unbekümmerte Kaito jedoch darauf achten, nicht von der Polizei unter Führung von Kommissar Ginzo Nakamori geschnappt zu werden, um seine wahre Identität zu schützen. Doch der Kommissar ist bei weitem nicht so schlau wie Kid und so entwischt er ihm immer wieder aufs neue. Manchmal wird die Polizei allerdings vom selbstbewussten Schülerdetektiv Saguru Hakuba unterstützt, der eine Zeit lang in London lebte und Kid beinahe ebenbürtig ist.

Ein weiterer Gegenspieler Kaitos ist seine Mitschülerin Akako Koizumi, der alle Männer zu Füßen liegen, alle bis auf Kaito. Um auch ihn in ihren Bann zu ziehen, bemächtigt sie sich der schwarzen Magie und macht ihm so das Leben schwer. Neben seinen Diebestouren erlebt Kaito auch noch andere unterhaltsame Abenteuer auf denen er häufig von seiner Mitschülerin und Freundin aus Kindertagen Aoko Nakomori begleitet wird, die anders als Kaito etwas naiv und manchmal auch aufbrausend sein kann.

IMG_0809Zeichnerisch ähnelt der Manga „Detektiv Conan“ und befindet sich daher auf einem hohen Niveau. Wobei sich dies nur auf die Bände 3 und 4 bezieht, welche erstmals 1994 bzw. 2007 erschienen sind. Der Zeichenstill der Bände 1 und 2 aus dem Jahr 1988 wirkt im Vergleich dazu weniger detailliert und die Charaktere eher kindlich. Auch die Handlungen der einzelnen Kapitel wirken zu Beginn der Reihe teilweise unausgereift und oberflächlich.

IMG_1518Fazit: Für Kaito Kid Fans lohnt sich der Kauf der Mangareihe. Alle anderen sollten die 7,50€ pro Band lieber anderweitig investieren, z.B. in „Detektiv Conan vs. Kaito Kid“, eine Zusammenstellung der Mangakapitel, in denen sich Conan und Kid gegenüberstehen. Wer jedoch noch unschlüssig ist, dem sei als Einblick der Anime „Magic Kaito“ empfohlen, der teilweise noch etwas unterhaltsamer als die Mangavorlage ist.

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kame sagt:

    Ich mag deine Prozentdarstellung, das ist mal neu, das ist mal etwas kreatives! Eine Freundin aus Kindheitstsagen? Der Mangaka ist eeeeeecht kreativ ^^; Sind die Panels vergleich der beiden Ausgaben darunter? Erschließt sich mir jetzt nicht 100%tig, es hat sich aber gut gelesen, und dank der Bilder wirkte es auch gut gegliedert, sichtbarer Qualitätssprung ^^

    1. Toni sagt:

      Danke 🙂 Die Bilder sind aus Band 1 und 3… Die Cover hab ich eingefügt, weil ich denke, dass man auch schon von „außen“ ganz gut die Unterschiede im Zeichenstil erkennen kann… Du willst mir aber nicht sagen, dass meine bisherigen Reviews schlecht sind oder? 😉

      1. Kame sagt:

        Ich finde halt es hat sich gesteigert, aber das ist ja nur mein privates empfinden, ich würde bei den Scans noch drüber schreiben aus welchem Jahr die sind, so als deutlichen direktvergleich. Aber allgemein finde ich es jetzt halt viel Augenfreundlicher als z.B. die erste Version des Blood Lad Mangas. ^^v

      2. Toni sagt:

        Dann bin ich ja beruhigt 😀 und danke für die ganzen Tipps 🙂

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